Reisen & Schreiben: Zwei Titel zu Georgien

Georgien. Eine literarische Reise Im Jahr 2017 reisten auf Einladung von Nino Haratischwili sechs georgische und sechs deutschsprachige AutorInnen in unterschiedlichen Regionen Georgiens. Diese Reiseeindrücke sind nun pünktlich zur Frankfurter Buchmesse zum Gastlandauftritt Georgiens in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen. „Reisen und Schreiben haben für mich etwas Wesentliches gemeinsam: die Verschiebung der Perspektive, etwas Neues zu erkennen….

Zwei Georgientitel: „Paradies am Rande Europas“ und „40 Tage Georgien“

Georgien: ein kleines Land im Kaukasus zwischen dem Meer und Bergen, zwischen Wäldern und Steppe. Nicht zuletzt durch die Einbindung als Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse erfährt das Land in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit. Schon länger gilt Georgien als (Geheim-)Tipp für Touristen. Auch ich durfte Georgien im Frühling für 10 Tage bereisen und war sofort…

Aktuelle Reisetitel kurz vorgestellt

Es ist Sommerferienzeit! Viele zieht es an die üblichen Ferienorte mit endlosen Stränden und viel Sonnenschein, doch wir möchten diesen Beitrag nutzen, um euch drei Bücher vorzustellen, die andere Routen fernab der Touristenströme hervorheben. „Ich will weiter gehen im Wissen um dich, Land, das ich nie besessen habe.“ Von seiner Reise durch Polen und die…

Chaotischer Klassiker: “Die Himmelblauen Berge” von Reso Tscheischwili

„Der Buchbranche geht es schlecht. Die Leute lesen nicht mehr“ – dies sind wohl die Sätze, die man in der Literaturbranche in den letzten Jahren immer wieder hört, nichts desto trotz gibt es sie noch; die mutigen Verlegerinnen und Verleger, die ihrem Herz und ihrer Leidenschaft folgen und trotz aller Schwierigkeiten versunkene Schätze der Weltliteratur…

Kochbuch: „Kaukasis“ von Olia Hercules

Nach ihrem Erstling „Mamuschka“ (DK Verlag), in dem sich Olia Hercules überwiegend auf die Küche des osteuropäischen slawischen Raums konzentrierte, widmet sich nun die gebürtige Ukrainerin, die aktuell in London lebt und arbeitet, mit „Kaukasis“ (Knesebeck Verlag) der faszinierenden Küche von Georgien und Aserbaidschan. Rund 100 Rezepte hat sie auf ihrer Reise durch den Kaukasus gesammelt und…

Ein Briefroman und ein „Bestseller“ – Zwei Titel zu Georgien

„Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus“ (Lichtig Verlag) von Helga Kurzchalia ist 2010 in Deutschland und 2014 in georgischer Übersetzung beim Siesta Publishers erschienen. Der Roman, der in Briefform geschrieben ist, umfasst die Zeit zwischen 1984-1996 – also die unmittelbaren Vor- und Nachwendejahre Deutschlands und Georgiens. Lamara schreibt herzerwärmende Briefe an ihren Sohn Dito…

Zurab Karumidze – „Dagny oder ein Fest der Liebe“

Zurab Karumidze ist einer der wenigen Autoren in der georgischen Gegenwartsliteratur, der in seinen Texten nicht vor stilistischen und programmatischen Experimenten zurückschreckt, sondern zugleich als erster zeitgenössischer Autor in einer Fremdsprache ein Romanexperiment gewagt hat. Der in englischer Sprache verfasste Roman „Dagny or A Love Feast“ wurde 2011 im georgischen Verlag Siesta veröffentlicht. Die wunderbare…

Salome Benidze: „Die Stadt auf dem Wasser“

kurz & kritisch Das Buch „Die Stadt auf dem Wasser“ der jungen georgischen Autorin Salome Benidze kann sowohl als ein Roman als auch als eine Geschichtensammlung gelesen werden. Der Berliner AvivA Verlag, zu dessen Programm es gehört, den Frauen aus allen Künsten eine Stimme zu geben, veröffentlichte zur Vorbereitung zum Gastlandauftritt Georgiens auf der Frankfurter…

Rezension: Naira Gelaschwili – „Ich bin sie“

Der Roman „Ich bin sie“ der georgischen Schriftstellerin Naira Gelaschwili ist in Georgien 2012 erschienen und gewann 2013 dort den wichtigsten Literaturpreis, den „Saba“. In Vorbereitung auf den Gaslandauftritt Georgiens auf der Frankfurter Buchmesse 2018 ist der Roman dieses Jahr beim Berliner Verbrecher Verlag erschienen. Gelaschwili veröffentlichte in Georgien neben Kurzgeschichten bereits sechs Romane und…

Doppelbesprechung des Romans „LUCRECIA515“ von Lasha Bugadze

Annika sagt zum Roman: Hinter Lasha Bugadzes „LUCRECIA515“ verbirgt sich nicht nur der Titel seines neuen Romans aus der Frankfurter Verlagsanstalt, sondern auch das Computerpasswort seines Protagonisten Sandro, der sich trotz Frau und Kind auf diverse Liebschaften einlässt, die ihm im Roman schließlich zum Verhängnis werden. Mit Ende 30 ist das Leben des Familienvaters Sandro…