Rezension: Naira Gelaschwili – „Ich bin sie“

Der Roman „Ich bin sie“ der georgischen Schriftstellerin Naira Gelaschwili ist in Georgien 2012 erschienen und gewann 2013 dort den wichtigsten Literaturpreis, den „Saba“. In Vorbereitung auf den Gaslandauftritt Georgiens auf der Frankfurter Buchmesse 2018 ist der Roman dieses Jahr beim Berliner Verbrecher Verlag erschienen. Gelaschwili veröffentlichte in Georgien neben Kurzgeschichten bereits sechs Romane und…

Doppelbesprechung des Romans „LUCRECIA515“ von Lasha Bugadze

Annika sagt zum Roman: Hinter Lasha Bugadzes „LUCRECIA515“ verbirgt sich nicht nur der Titel seines neuen Romans aus der Frankfurter Verlagsanstalt, sondern auch das Computerpasswort seines Protagonisten Sandro, der sich trotz Frau und Kind auf diverse Liebschaften einlässt, die ihm im Roman schließlich zum Verhängnis werden. Mit Ende 30 ist das Leben des Familienvaters Sandro…

Veranstaltungskritik: Georgien allein zu Haus. Sehnsuchtsland am Rande Europas

Am 1. Juli konnte man in der Villa Elisabeth in Berlin ein Teil des eintägigen kulturellen Programms rund um Georgien sein. Das Konzept der Veranstaltung hat Christiane Bauermeister entwickelt und in Kooperation mit der georgischen Botschaft in Berlin umgesetzt. Das Programm, das ein breites Spektrum der georgischen Kultur abdeckte, wirkte auf den ersten Blick stückweit…

Szenen inmitten des Krieges: “Abzählen” von Tamta Melaschwili

Das literarische Debüt „Abzählen“ der georgischen Autorin und Frauenrechtlerin Tamta Melaschwili (großartig übersetzt von Natia Mikeladze-Bachsoliani) aus dem Unionsverlag ist kein gewöhnlicher Roman über den Krieg. Im Mittelpunkt stehen hier nicht die Soldaten an der Front oder die Politiker dahinter, sondern der Alltag dreier dreizehnjähriger Mädchen, die in Georgien leben und sich in ihrer vom…

Literarische Reise in Georgien: Das Internationale Literaturfestival in Tbilisi und das deutschsprachige Programm

Im Rahmen des Deutsch-Georgisches Jahr 2017/საქართველო-გერმანიის წელი 2017 präsentierte dieses Jahr das Internationele Literaturfestival in Tbilisi ein spannendes und umfangreiches Programm zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. AutorInnen aus Österreich und Deutschland lasen im Goethe-Institut-Georgien, im wunderschönen Schriftstellerhaus und im Literarischen Museum in Tbilisi aus ihren alten und neuen Romanen/Stücken und machten das georgische und internationale Publikum mit den…

Ein Jahrhundert Georgien: “Das achte Leben (für Brilka)” von Nino Haratischwili

Nino Haratischwilis „Das achte Leben (für Brilka)“ (Frankfurter Verlagsanstalt) ist mit seinen über 1200 Seiten ein wichtiges Werk für die Aufarbeitung der georgischen Geschichte. Über 6 Generationen spannt sich dieser gewaltige Roman der heute in Hamburg lebenden Autorin, der 1900  beginnt und bis in die Gegenwart reicht. Im Mittelpunkt des Buches stehen die Frauen einer…

Vom fliegenden Staubsauger und anderen „Lese-Lebewesen“: „Die Medea von Kolchis in Kolchos“ von Giwi Margwelaschwili

Seitdem der Insel-Verlag 1991 den Roman „Muzal: ein georgischer Roman“ des deutschsprachigen Autors mit georgischen Wurzeln Giwi Margwelaschwili veröffentlichte sind fast dreißig Jahre vergangen. Heute ist der Autor beim Berliner Verbrecher Verlag zu Hause und hat hier dieses Jahr den Roman „Die Medea von Kolchis in Kolchos“ herausgebracht. Margwelaschwili wurde 1927 als Sohn georgischer Emigranten in Berlin…

Exil auf Georgisch: „Touristenfrühstück“ von Zaza Burchuladze

„Touristenfrühstück“ (Georgisch Turistis Sauzme, Sulakauri 2015) ist der zweite Roman vom georgischen Autor Zaza Burchuladze, der nun in der deutschen Übersetzung erschienen ist – an dieser Stelle sei die wunderbare Leistung der Übersetzerin Natia Mikeladze-Bachsoliani gewürdigt. Die Buchprämiere, die am 15. März in Berlin im Literarischen Kolloquium am Wannsee stattfand, wurde von der deutsch-georgischen Autorin Nino…