In der Schattenwelt der Wächter: „Die Sanfte“ – ein Film von Sergei Loznitsa

Eine Postfiliale in einem abgeschiedenen Ort irgendwo in der russischen Peripherie. Eine Frau, Tankstellenangestellte, namens Aljonka (Vasilina Makovtseva) bekommt am Postschalter ihr Paket zurück, welches sie ihrem Mann vor einer Weile ins Gefängnis geschickt hat. Nichts wird erklärt und niemand verrät ihr den Grund der Rücksendung. Auf der Suche nach einer Antwort begibt sie sich in die... weiterlesen →

„Fliegende Hunde“ von Wlada Kolosowa

Man sieht den langen Dackel, der das Buchcover vom Wlada Kolosowas Debütroman „Fliegende Hunde“ (Ullstein, 2018) umschlingt und beäugt das Buch zunächst skeptisch. Umso überraschter ist man, wenn man dann einen klugen, witzigen und sehr dynamischen Roman der in Sankt Petersburg geborenen und auf Deutsch schreibenden Autorin findet. Oksana und Lena sind zwei Freundinnen, die zusammen... weiterlesen →

Von Wald- und Wüstenmenschen – Navid Kermani: „Entlang den Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan“

  Im Auftrag des Spiegel ist der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani von seiner Heimatstadt Köln über Mittel- und Osteuropa bis nach Isfahan – die Heimatstadt seiner Eltern – gereist. Nach der Veröffentlichung der einzelnen Reiseberichte im Spiegel ist dieses Jahr bei C.H. Beck ein umfangreiches Reisebuch „Entlang den Gräben“ erschienen. Ein Buch, das in Mittel- und... weiterlesen →

Schicksale, Geschichten und Begegnungen: „Jeder muss doch irgendwo sein“ von Dragan Velikić

„Staaten sind wie Menschen, sie werden geboren und sterben irgendwann.“ Eine Rezension zu Jeder muss doch irgendwo sein von Dragan Velikić Jeder muss doch irgendwo sein ist ein nicht linear erzählter Roman, der die Leser auf eine Reise in längst vergangene Zeiten und Länder mitnimmt. Es ist eine achronologische Zeitreise, die durch Österreich-Ungarn, das Königreich... weiterlesen →

Erholung im Krankenhaus: „Ich fahre nach Madrid“ von Naira Gelaschwili

„Die Sache ist eben die, dass das Ferne und Nächste – für die menschliche Seele, für unser Leben, zwei gleichermaßen unentbehrliche Phänomene sind, die einander nicht ersetzen können.“ Madrid: Sehnsuchtsort mit Sonne und Freiheit. Für Sandro Litscheli bedeutet die Stadt in Naira Gelaschwilis „Ich fahre nach Madrid“ eine ferne Träumerei, die nur gedanklich in Erfüllung... weiterlesen →

Rumänischer Generationsroman: „Null Komma Irgendwas“ von Lavinia Braniște

Sie ist jung und frei – oder könnte es sein: In dem Roman „Null Komma Irgendwas“ (mikrotext) der rumänischen Autorin Lavinia Braniște kämpft die Protagonistin Cristina mit den Herausforderungen des Erwachsenseins. Aus einer Kleinstadt kommend arbeitet sie in Bukarest als Assistentin und Übersetzerin in einer Baufirma und hängt in einer unsicheren Fernbeziehung fest. Die Chefin... weiterlesen →

CCCP – Cosmic Communist Constructions Photographed

Der französische Publizist Frédéric Chaubin reiste mit seiner Fotokamera in eine Zukunft, die bereits untergegangen ist. Im Fokus standen die ehemaligen Teilrepubliken der UdSSR und deren brutalistischen Monumentalbauten aus der späten Sowjetzeit. In dieser dreisprachigen Taschenbuch-Ausgabe, die 2017 beim Verlag Taschen erschienen ist, versammelt der Autor bekannte und weniger bekannte Sowjetbauten, die zutiefst durch ihre innovative Kraft... weiterlesen →

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑