Ein Künstlerleben: „Die Stadt“ von Walerjan Pidmohylnyi

“Kyjiw! Das war die große Stadt, in der er studieren und leben würde. Das war das Neue, in das er eintauchen wollte, um seine langgehegten Träume zu verwirklichen.” Im Kyjiw der 20er Jahre versucht der junge Dörfler Stepan, sein Glück zu finden: Er will die Universität besuchen und seine Erfahrungen nutzen, um in seiner Heimat…

Von Ungarn in Deutschland: “Hotel Budapest, Berlin …” von Thomas Sparr

1918, 1944, 1956, 1989: Vier Schicksalsjahre des ungarischen Jahrhunderts. Vier Jahre, an denen der Literaturwissenschaftler Thomas Sparr die kulturellen Beziehungen der Ungarn in Deutschland und der Deutschen in Ungarn mitsamt ihren Auswirkungen beschreibt. So erfahren wir als Leser seines Buchs „Hotel Budapest, Berlin …“ (Berenberg Verlag) vom Austausch der wichtigsten Vertreter der deutschen und ungarischen…

Interview mit Constanze John („40 Tage Georgien“)

Erst vor kurzen haben wir euch in einem Beitrag verschiedene Reisetitel zu Georgien vorgestellt, darunter auch Constanze Johns „40 Tage Georgien“. Wir wollten noch ein wenig mehr über die Autorin erfahren und haben ihr ein paar Fragen gestellt.  Wer bist du? Ich bin Schriftstellerin, lebe als solche in Leipzig und lebe mit den Geschichten – Geschichten…

Zwei Georgientitel: „Paradies am Rande Europas“ und „40 Tage Georgien“

Georgien: ein kleines Land im Kaukasus zwischen dem Meer und Bergen, zwischen Wäldern und Steppe. Nicht zuletzt durch die Einbindung als Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse erfährt das Land in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit. Schon länger gilt Georgien als (Geheim-)Tipp für Touristen. Auch ich durfte Georgien im Frühling für 10 Tage bereisen und war sofort…

Sammelrezension: Weibliche Perspektiven

Diana Anfimiadi – Wahrsagen durch Marmelade (übersetzt von Tamar Kotrikadse) Wieser Verlag, 2018. Bittere Bonbons – Georgische Geschichten (Hrsg. Rachel Gratzfeld), editiom fünf, 2018. Deborah Feldman – Unorthodox (übersetzt von Christian Ruzicska) btb, 2017.  Marina B. Neubert – Kaddisch für Babuschka. Aviva, 2018. Alma M. Karlin – Ein Mensch wird: Auf dem Weg zur Weltreisenden….

Kochbuch: Jerusalem von Yotam Ottolenghi & Sami Tamimi

Jeder/jede, der/die gerne und lange in den kleinen und feinen Buchhandlungen stöbert, ist sicherlich schon mal auf dieses besondere Kochbuch gestoßen. „Jerusalem. Das Kochbuch“ (DK Verlag) ist 2012 in deutscher Übersetzung erschienen und ist seitdem eines der besten Bücher zu dem Thema, das auf dem deutschen Buchmarkt zu finden ist. Gründe dafür gibt es viele:…

Auftakt des Lesezyklus’ „LEKTURY“: „Die Heimatlosen“ von Stefan Żeromski

Lesezyklus – Lektury ist ein Projekt des Berliner Vereins ostPunkt e.V., das die Idee verfolgt, die polnischen Klassiker, die aus der Liste der Pflichtlektüre in den Schulen gestrichen oder gekürzt wurden, den LeserInnen in Berlin & Brandenburg zu präsentieren. Die OrganisatorInnen wollen mit den Lesungen in Berlin, Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) u. a. die LeserInnen in…

Klassiker neu gelesen: Iwan S. Turgenjews „Väter und Söhne“

Wer nach dem Stoff der Ewigkeit sucht oder nach dem Inhalt einer möglichen, findet ihn unbedingt im Generationswechsel Turgenjews! „Väter und Söhne“ ist nicht nur eines von sechs Büchern, die Hermann Hesse auf eine einsame Insel mitnehmen würde, sondern auch ein beachtliches Stück Literaturgeschichte. Das im Original heißende Buch „Väter und Kinder“ beleuchtet mit einem…

Polen im Auge des Fotografen

Der Galerist und Kurator – Jens Pepper spricht im Buch „Gespräche über Polnische Fotografie“ mit polnischen FotografInnen, KünstlerInnen, SammlerInnen und KuratorInnen. Das Hauptmotiv ist die Fotografie, aber eine Vielfalt von Fragen an die GesprächspartnerInnen kreisen generell um das Land Polen und seine gesellschaftlichen und politischen Probleme, aktuelle wie historische. Der Berliner KLAK Verlag, der eine Neigung…

Märchen des Balkans: „Elada Pinjo und die Zeit“ von Kerana Angelova

„Die Zukunft kommt heran, wir sagen kschsch zu ihr, und schwupp verwandelt auch sie sich auf der Stelle in Vergangenheit. Ich sage dir, es gibt nichts Schreckhafteres als den Augenblick, den wir Gegenwart nennen.“ Kerana Angelovas „Elada Pinjo und die Zeit“ (Ink Press) beginnt in den Wäldern des Balkans und endet am Schwarzen Meer –…