Klassiker neu gelesen: Iwan S. Turgenjews „Väter und Söhne“

Wer nach dem Stoff der Ewigkeit sucht oder nach dem Inhalt einer möglichen, findet ihn unbedingt im Generationswechsel Turgenjews! „Väter und Söhne“ ist nicht nur eines von sechs Büchern, die Hermann Hesse auf eine einsame Insel mitnehmen würde, sondern auch ein beachtliches Stück Literaturgeschichte. Das im Original heißende Buch „Väter und Kinder“ beleuchtet mit einem…

Polen im Auge des Fotografen

Der Galerist und Kurator – Jens Pepper spricht im Buch „Gespräche über Polnische Fotografie“ mit polnischen FotografInnen, KünstlerInnen, SammlerInnen und KuratorInnen. Das Hauptmotiv ist die Fotografie, aber eine Vielfalt von Fragen an die GesprächspartnerInnen kreisen generell um das Land Polen und seine gesellschaftlichen und politischen Probleme, aktuelle wie historische. Der Berliner KLAK Verlag, der eine Neigung…

Magdalena Kaszuba – Das leere Gefäß

Dem Genre Graphic Novel nähern wir uns nun zum ersten Mal mit dem autobiographisch inspirierten Buch „Das leere Gefäß“ der polnisch-deutschen Illustratorin und Autorin Magdalena Kaszuba. Das frisch im wunderbaren Berliner Avant-Verlag erschienene Buch verarbeitet die komplexe Beziehung eines kleinen Mädchens und der mächtigsten Institution Polens – der polnischen katholischen Kirche. Ein einsamer Spaziergang durch das winterliche Hamburg versetzt…

Kochbuch: „Kaukasis“ von Olia Hercules

Nach ihrem Erstling „Mamuschka“ (DK Verlag), in dem sich Olia Hercules überwiegend auf die Küche des osteuropäischen slawischen Raums konzentrierte, widmet sich nun die gebürtige Ukrainerin, die aktuell in London lebt und arbeitet, mit „Kaukasis“ (Knesebeck Verlag) der faszinierenden Küche von Georgien und Aserbaidschan. Rund 100 Rezepte hat sie auf ihrer Reise durch den Kaukasus gesammelt und…

Kurz vorgestellt – Eine Novelle und ein Jugendbuch

Dana Grigorceas „Die Dame mit dem maghrebinischen Hündchen“ ist das dritte Buch der Autorin, das beim Zürcher Verlag Dörlemann erschienen ist. Die in Bukarest geborene Grigorcea lebt in Zürich und schreibt auf Deutsch. 2015 gewann sie mit ihrem zweiten Roman „Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit“ beim Ingoborg Bachmann-Wettbewerb den 3-sat-Preis. Nun ist in einer wunderschönen Gestaltung eine Novelle…

Der Miniatureffekt – Perspektive durchs Vergrößerungsglas

Małgorzata Szumowska ist kein unbekannter Name in der europäischen Filmlandschaft und spätestens seit ihrem Erfolg mit Body/Ciało – der auf der Berlinale 2015 den Silbernen Bären gewann – ist die Regisseurin auch dem deutschen Publikum ein Begriff. Mit ihrer neuesten Produktion Twarz – was am ehesten mit ‘Visage’ übersetzt werden kann – kann Szumowska an…

Europas Familie: “Ein Krokodil für Zagreb” von Marina Achenbach

In ihrem Romandebüt „Ein Krokodil für Zagreb“ (Edition Nautilus) verarbeitet die in Berlin lebende Autorin Marina Achenbachs ihre eigene Familiengeschichte und führt die Leser von Zagreb nach Berlin, von Bosnien nach Wien und München. Der Roman spannt dabei einen geschichtlichen Bogen vom Zweiten Weltkrieg bis zum Zerfall Jugoslawiens mit der Belagerung Sarajevos. Im Mittelpunkt stehen…

Ein Briefroman und ein „Bestseller“ – Zwei Titel zu Georgien

„Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus“ (Lichtig Verlag) von Helga Kurzchalia ist 2010 in Deutschland und 2014 in georgischer Übersetzung beim Siesta Publishers erschienen. Der Roman, der in Briefform geschrieben ist, umfasst die Zeit zwischen 1984-1996 – also die unmittelbaren Vor- und Nachwendejahre Deutschlands und Georgiens. Lamara schreibt herzerwärmende Briefe an ihren Sohn Dito…

“Wir sprechen osteuropäisch”: Interview mit ostPost Berlin

ostPost Berlin ist einer der Hotspots für osteuropäische Kultur und Literatur in Berlin. In dem liebevoll eingerichteten Café in der Choriner Str. 84 gibt es neben Kaffee, Tee und Leckereien auch Bücher und Kunsthandwerk zu erwerben. Außerdem lockt das Team regelmäßig mit spannenden Events rund um Sprache und Kultur in ihre Räume in Berlin-Mitte. Neugierig…

„Nationalsstrasse“ von Jaroslav Rudiš – Portrait eines Ex-Polizisten aus der Prager Plattenburg

„Nationalstrasse“ (tschechisch Národní Třída) heißt der neueste Roman des in Tschechien und Deutschland lebenden Autors Jaroslav Rudiš. Das Buch ist wie auch seine anderen Werke bei Luchterhand/Random House erschienen und wurde von Eva Profousová meisterhaft ins Deutsche übersetzt. In dem nur 155 Seiten umfassenden Roman gelingt es Rudiš, seine Leserschaft bis ans Ende zu fesseln….