Vom Fährtenlesen der Momente – Vladimíra Valová über das Wesen der Kurzgeschichte

Vladimíra Valová wurde 1978 in Třebíč, der Tschechischen Republik, geboren und arbeitet dort als Buchhändlerin. Ab 2009 schrieb sie Kurzgeschichten, von denen einige im Host-Magazin veröffentlicht wurden und arbeitete als Redakteurin einer Regionalzeitung. Im Jahr 2017 veröffentlichte sie ihre erste Kurzgeschichtensammlung, die 2018 unter dem Titel „Ins Landesinnere“ von Christina Frankenberg übersetzt wurde, und in der…

Die Liebe zur tschechischen Literatur: „Warten auf Kafka“ von Martin Becker

„Seit einiger Zeit begrüßt die offizielle Tourismusagentur Besucherinnen und Besucher mit einer einfachen Botschaft: „,Czech Republic – Land of Stories‘“. Was sind es nun für Geschichten, die das Land prägen? Wer sind die literarischen Köpfe der mitteleuropäischen Nation? von Annika Grützner  Martin Becker begibt sich in „Warten auf Kafka“ (Luchterhand) auf Spurensuche. Das Buch selbst…

Das Leben der Anderen: „Der traurige Gast“ von Matthias Nawrat

Im Februar 2019 wurde „Der traurige Gast“ von Matthias Nawrat bei Rowohlt veröffentlicht und danach pünktlich für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. von Natalia Prüfer Matthias Nawrat wurde in Polen (in der Stadt Opole) geboren, zog aber mit 10 Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Nawrat studierte Biologie in Heidelberg und nahm danach das Studium am…

Frauen, Lemberg und eine Glasmalerei: Żanna Słoniowskas „Das Licht der Frauen“

von Natalia Staszczak-Prüfer Żanna Słoniowska wurde 1978 im Lemberg geboren und verbrachte dort 24 Jahre ihres Lebens. Heute wohnt sie in Krakau, wo sie mit der Spezialisierung auf die Ukraine als Übersetzerin und Journalistin arbeitet. In ihrem Haus wurde schon immer Polnisch, Ukrainisch und Russisch gesprochen und obwohl die Autorin nie eine polnische Schule besuchte,…

Reise in die Vergangenheit: „Obolé“ von Aka Mortschiladse

„So ist das nun mal, erst kann ich ewig nicht herkommen, und wenn ich einmal da bin, will ich nicht wieder von hier weggehen.“ Aka Mortschiladses „Obolé“ (mitteldeutscher verlag) ist eine Reise in die Heimat. Als der in Tbilissi lebende Irakli die Nachricht erhält, dass das Dach seines leerstehenden Elternhauses droht, einzustürzen, reist er in seine…

Interview mit Constanze John („40 Tage Georgien“)

Erst vor kurzen haben wir euch in einem Beitrag verschiedene Reisetitel zu Georgien vorgestellt, darunter auch Constanze Johns „40 Tage Georgien“. Wir wollten noch ein wenig mehr über die Autorin erfahren und haben ihr ein paar Fragen gestellt.  Wer bist du? Ich bin Schriftstellerin, lebe als solche in Leipzig und lebe mit den Geschichten – Geschichten…

Zwei Georgientitel: „Paradies am Rande Europas“ und „40 Tage Georgien“

Georgien: ein kleines Land im Kaukasus zwischen dem Meer und Bergen, zwischen Wäldern und Steppe. Nicht zuletzt durch die Einbindung als Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse erfährt das Land in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit. Schon länger gilt Georgien als (Geheim-)Tipp für Touristen. Auch ich durfte Georgien im Frühling für 10 Tage bereisen und war sofort…

Die Schmerzen des letzten Jahrhunderts: „Belladonna“ von Daša Drndic

„Ach, man sollte nicht einmal mehr darüber nachdenken, über die Mauer des Schweigens, die schwer auf seiner Brust liegt und ihm den Atem raubt, so viele haben das schon beschrieben, wie oft muss man das wiederholen, für wen?“ „Belladonna“ (Hoffmann und Campe) ist der letzte große Roman der kroatischen Autorin Daša Drndic, die in diesem…

Rumäniens moderner Klassiker: “Handbuch der Zeiten” von Ștefan Agopian

Es gilt als moderner Klassiker Rumäniens: „Handbuch der Zeiten“ von Ștefan Agopian. Im Original erschien das Werk bereits 1984 in dessen Heimatland und durfte nun über 20 Jahre später auch in deutscher Übersetzung beim Verbrecher Verlag das Licht der Welt erblicken. Der Verlag lässt sich wohl hervorragend als laut, mal provokativ und mal sanft, mutig…