Sammelrezension: Weibliche Perspektiven

Diana Anfimiadi – Wahrsagen durch Marmelade (übersetzt von Tamar Kotrikadse) Wieser Verlag, 2018. Bittere Bonbons – Georgische Geschichten (Hrsg. Rachel Gratzfeld), editiom fünf, 2018. Deborah Feldman – Unorthodox (übersetzt von Christian Ruzicska) btb, 2017.  Marina B. Neubert – Kaddisch für Babuschka. Aviva, 2018. Alma M. Karlin – Ein Mensch wird: Auf dem Weg zur Weltreisenden….

Topografien lesen: Alexander Ilitschewski– „Jerusalem. Stadt der untergehenden Sonne“

Nach dem Roman „Matisse“ (2015) ist „Jerusalem. Stadt der untergehenden Sonne“ (2017) das zweite Buch von Alexander Ilitschewski, das beim Berliner Verlag Matthes & Seitz erschienen ist. In deutscher Übersetzung gibt es mittlerweile außerdem den zentralen Roman des Autors – „Der Perser“ (Suhrkamp, 2016). Ilitschewski ist Mathematiker und Physiker von Beruf und seine literarischen Arbeiten…

Kochbuch: Jerusalem von Yotam Ottolenghi & Sami Tamimi

Jeder/jede, der/die gerne und lange in den kleinen und feinen Buchhandlungen stöbert, ist sicherlich schon mal auf dieses besondere Kochbuch gestoßen. „Jerusalem. Das Kochbuch“ (DK Verlag) ist 2012 in deutscher Übersetzung erschienen und ist seitdem eines der besten Bücher zu dem Thema, das auf dem deutschen Buchmarkt zu finden ist. Gründe dafür gibt es viele:…

Ein Briefroman und ein „Bestseller“ – Zwei Titel zu Georgien

„Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus“ (Lichtig Verlag) von Helga Kurzchalia ist 2010 in Deutschland und 2014 in georgischer Übersetzung beim Siesta Publishers erschienen. Der Roman, der in Briefform geschrieben ist, umfasst die Zeit zwischen 1984-1996 – also die unmittelbaren Vor- und Nachwendejahre Deutschlands und Georgiens. Lamara schreibt herzerwärmende Briefe an ihren Sohn Dito…

Der gute Mensch in einer schlechten Welt

Suslins Tragikomödie Golova. Dva Ucha (Ein Kopf. Zwei Ohren, 2017) beruht auf einer wahren Begebenheit, in der Ivan Lašin sich selber spielt und dabei das traurige Schicksal des russischen Gegenwartsmenschen verkörpert. Verwundern sollte es einen nicht, dass der junge Regisseur Vitalij Suslin gerade den Kreis Voronež als Handlungsort für seinen aktuellen Film wählt. Der Regisseur…

Salome Benidze: „Die Stadt auf dem Wasser“

kurz & kritisch Das Buch „Die Stadt auf dem Wasser“ der jungen georgischen Autorin Salome Benidze kann sowohl als ein Roman als auch als eine Geschichtensammlung gelesen werden. Der Berliner AvivA Verlag, zu dessen Programm es gehört, den Frauen aus allen Künsten eine Stimme zu geben, veröffentlichte zur Vorbereitung zum Gastlandauftritt Georgiens auf der Frankfurter…

600 M² GLÜCK – DIE DATSCHA: Ein gemeinsames Bildbandprojekt von Evgeny Makarov und Lew Rubinstein

Pünktlich zur Sommer- und Ferienzeit ist beim Münchner Kunstbuchverlag Sieveking der wunderbare Fotoband von Evgeny Makarov mit Texten von Lew Rubinstein erschienen. „600 M2 Glück – die Datscha“ versammelt Fotografien aus der Datschasiedlung „Orekhovo“ bei St. Petersburg. Makarov reiste 2013 zu dem Ort seiner Kindheit und fotografierte Landschaften und Menschen, die dort jedes Jahr vom…

Veranstaltungskritik: Georgien allein zu Haus. Sehnsuchtsland am Rande Europas

Am 1. Juli konnte man in der Villa Elisabeth in Berlin ein Teil des eintägigen kulturellen Programms rund um Georgien sein. Das Konzept der Veranstaltung hat Christiane Bauermeister entwickelt und in Kooperation mit der georgischen Botschaft in Berlin umgesetzt. Das Programm, das ein breites Spektrum der georgischen Kultur abdeckte, wirkte auf den ersten Blick stückweit…

Die mystische Suche nach dem Vater: “Der Windreiter” von Renata Šerelytė

„Mir…mir fehlt das Narrativ so sehr…das Narrativ. Wo warst du? Was ist mit dir passiert?“ Renata Šerelytės „Der Windreiter“ ist ein litauischer Roman, der im Zuge der Neuerscheinungen rund um den Gastlandauftritt des Baltikumstaates auf der Leipziger Buchmesse im Wieser Verlag erschien. Die Autorin wurde 1970 in einem litauischen Dorf geboren, lebt heute in Vilnius und…