Der weißrussisch-litauische Autor Moyshe Kulbak schrieb Anfang des 20. Jahrhunderts in jiddischer Sprache. Der hauptsächlich als Dichter bekannte Kulbak veröffentlichte auch Romane wie das dieses Jahr beim Berliner Verlag edition.fotoTAPETA erschienene Buch „Montag. Ein kleiner Roman.“ Dieses wunderbar aus dem Jiddischen ins Deutsche von Sophie Lichtenstein übertragene schmale Buch leistet vieles auf diesen wenigen Seiten….
600 M² GLÜCK – DIE DATSCHA: Ein gemeinsames Bildbandprojekt von Evgeny Makarov und Lew Rubinstein
Pünktlich zur Sommer- und Ferienzeit ist beim Münchner Kunstbuchverlag Sieveking der wunderbare Fotoband von Evgeny Makarov mit Texten von Lew Rubinstein erschienen. „600 M2 Glück – die Datscha“ versammelt Fotografien aus der Datschasiedlung „Orekhovo“ bei St. Petersburg. Makarov reiste 2013 zu dem Ort seiner Kindheit und fotografierte Landschaften und Menschen, die dort jedes Jahr vom…
“Hana” von Elvira Dones
“Ich will dich so, wie du bist, an deinem letzten Tag als Mann.” Von Hana zu Mark und von Mark zu Hana – Elvira Dones` “Hana” (INK Press) ist die beeindruckende Geschichte einer jungen albanischen Frau, die mit 20 symbolisch zum Mann wurde, um sich gegen eine Zwangsverheiratung zu wehren und die Rolle des Familienoberhaupts…
Interview: Nadine Lashuk mit “Liebesgrüße aus Minsk”
Noch immer gibt es auch für uns Länder und Orte, von denen wir zwar schon gehört haben, zu denen uns aber leider das Hintergrundwissen fehlt. Eines dieser Länder ist Belarus. Zwischen Polen, der Ukraine, Litauen, Lettland und natürlich dem großen Nachbarn Russland liegt Belarus zwar scheinbar gar nicht so entfernt von unserem Standort Berlin, ist…
„Die Slawen sind bloß ein Häuflein Fossilien“: Ziemowit Szczerek – Mordor kommt und frisst uns auf
Der Verlag Voland & Quist hat mit der Reihe „Sonar“ bereits einige spannende AutorInnen aus Mittelosteuropa der deutschsprachigen Leserschaft präsentiert. Darunter ist zum Beispiel der weißrussische Autor Viktor Martinowitsch, der hierzulande mit seinen wunderbaren Romanen „Paranoia“ und „Mova“ bekannt geworden ist. Ziemowit Szczerek führt nun mit seinem Buch „Mordor kommt und frisst uns auf“ diesen…
Armenien, Rumänien und Ungarn: Drei Länderberichte
Wir möchten euch drei weitere Reiseberichte vorstellen, die wir in den letzten Wochen gelesen haben. Diesmal geht unsere Reise von Mittel- und Osteuropa bis in den Kaukasus. Constanze Johns “40 Tage in Armenien” (DuMont) ist eine Liebeserklärung an dieses spannende Land, das gerade einmal so groß wie Brandenburg ist und den meisten mittlerweile leider lediglich…
Bunte Erzählschnipsel: “Pixel” von Krisztina Tóth
Krisztina Tóths “Pixel” aus dem Nischen Verlag besteht aus vielen kleinen Geschichtenschnipseln, deren Figuren und Situationen zusammenhängen. Die Autorin nutzt hierfür einen außergewöhnlichen Schreibstil, indem sie den Fokus innerhalb der Erzählungen immer wieder auf andere Personen oder Orte liegt. Auch der auktoriale Erzähler bricht zwischendurch immer wieder die Perspektive und bindet Fragen und Wünsche ein….
Das freie und wilde Künstlerleben: “Elephantinas Moskauer Jahre” von Julia Kissina
Die deutsch-russische Künstlerin und Schriftstellerin Julia Kissina wurde 1966 in Kiew geboren, verbrachte aber ihre Studienjahre in Moskau und lebt seit 2003 in Berlin. Als Vertreterin der Moskauer Konzeptualisten und Mitglied in verschiedenen Autoren- und Literaturkreisen war sie gerade in Moskau immer mittendrin im künstlerischem Geschehen. So ist es sicher kein Zufall, dass sie in…
Der KLAK Verlag: Interview mit Verleger Jörg Becken
“KLAK ist der Verlag für zeitgenössische Themen in Literatur, Sachbuch und Jugendbuch. Inhalte die das Profil des Verlages deutlich machen, können mit folgenden Begriffen umrissen werden: modernes Leben, Kulturlandschaft, Erinnerungskultur, Vergangenheitsaufarbeitung, Diktaturerfahrung, Europa, Transformationsprozesse, Migration und Minderheitenkulturen.”, lautet die Beschreibung des KLAK Verlages auf dessen Website. Der Verleger Jörg Becken hat ihn uns und seine…
Veranstaltungskritik: Georgien allein zu Haus. Sehnsuchtsland am Rande Europas
Am 1. Juli konnte man in der Villa Elisabeth in Berlin ein Teil des eintägigen kulturellen Programms rund um Georgien sein. Das Konzept der Veranstaltung hat Christiane Bauermeister entwickelt und in Kooperation mit der georgischen Botschaft in Berlin umgesetzt. Das Programm, das ein breites Spektrum der georgischen Kultur abdeckte, wirkte auf den ersten Blick stückweit…