Rezension: Naira Gelaschwili – „Ich bin sie“

Der Roman „Ich bin sie“ der georgischen Schriftstellerin Naira Gelaschwili ist in Georgien 2012 erschienen und gewann 2013 dort den wichtigsten Literaturpreis, den „Saba“. In Vorbereitung auf den Gaslandauftritt Georgiens auf der Frankfurter Buchmesse 2018 ist der Roman dieses Jahr beim Berliner Verbrecher Verlag erschienen. Gelaschwili veröffentlichte in Georgien neben Kurzgeschichten bereits sechs Romane und…

Doppelbesprechung des Romans „LUCRECIA515“ von Lasha Bugadze

Annika sagt zum Roman: Hinter Lasha Bugadzes „LUCRECIA515“ verbirgt sich nicht nur der Titel seines neuen Romans aus der Frankfurter Verlagsanstalt, sondern auch das Computerpasswort seines Protagonisten Sandro, der sich trotz Frau und Kind auf diverse Liebschaften einlässt, die ihm im Roman schließlich zum Verhängnis werden. Mit Ende 30 ist das Leben des Familienvaters Sandro…

Interview mit Petya Lund, Verlegerin des eta Verlages

Den 2016 gegründeten eta Verlag, der sich darauf spezialisiert hat, bulgarische Literatur in Deutschland zu veröffentlichen, haben wir euch ja bereits etwas näher vorgestellt. Nun durften wir Petya Lund, der Verlegerin, ein paar Fragen stellen und freuen uns, noch mehr über den spannenden Verlag und die Neuerscheinungen zu erfahren! Wer bist du und wofür steht…

Ein Neuanfang in Deutschland: “Das neue Leben” von Anna Galkina

„Mittlerweile kotzen mich alle hier an. Sowohl die Nachbarn als auch meine Familie.“ Lettland, 1991: Mit der erlassenen Resolution „zur Wiederherstellung der staatsbürgerlichen Rechte lettischer Bürger und Grundprinzipien der Naturalisierung“ werden auf einen Schlag mehr als 700.000 lettische Einwohner zu Nichtbürgern, die in ihrem Pass die Aufschrift „ALIEN´S PASSPORT“ erhalten. Auch die Familienmitglieder der minderjährigen…

Schlüsselwerk der mazedonischen Literatur: “Quecke” von Petre M. Andreevski

„Unser Stamm ist eine Quecke […] keine Armee und keine Krankheit kann ihn ausmerzen. Die Quecke ist ein Unkraut […]. Zertritt sie nur, zerr an ihr, so viel du willst, reiß sie mitsamt den Wurzeln raus – sie stirbt doch nicht.“ Petre M. Andreevskis „Pirej“ erschien 1980 und ist mittlerweile eines der Schlüsselwerke der mazedonischen…

„Eichhörnchen hatten uns enttäuscht“ – Tijan Sila: Tierchen Unlimited

Krieg, Flucht und die bevorstehende Integration in einem fremden Land wie Deutschland sind die Themen des Debütromans „Tierchen Unlimited“ von Tijan Sila (Kiepenheuer & Witsch). Der Autor Sila kam wie der Held des Romans in Sarajevo zur Welt und wanderte mit seiner Familie 1994 nach Deutschland aus. Der Ich-Erzähler erzählt mit einer starken Stimme von seinem…

Autorentipp: Terézia Mora

Terézia Mora gehört zu den erfolgreichsten deutschen Gegenwartsautorinnen und erhielt seit Beginn ihrer Karriere als Schriftstellerin 1998 zahlreiche Literaturpreise, u.a. auch für ihre Übersetzungen aus dem Ungarischen (u.a. Péter Esterházy, Gábor Németh und Péter Zilahy). Die Autorin wurde 1971 im ungarischen Sopron geboren und wuchs zweisprachig auf. Mit dem Studium siedelte sie 1990 nach Berlin über,…

Verlagsvorstellung: Der Nischen Verlag wird 6 Jahre alt!

Bereits seit 6 Jahren steht der Nischen Verlag für hochwertige, ungarische Literatur, die dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht werden soll. Mit zeitgenössischen Autorinnen und Autoren wie zum Beispiel Krisztina Tóth, Gergely Péterfy und Györgyi Spiró verlegt der Verlag die großen Stimmen der ungarischen Literatur. Dass der Nischen Verlag viel Herzblut in seine Erscheinungen steckt, ist…

Science-Fiction trifft auf Historiendrama: “Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt” von Jaroslav Kalfař

Jaroslav Kalfařs Debütroman „Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ (Tropen) ist die Geschichte des Astronauten Jakub Procházka, der als erster tschechischer Raumfahrer überhaupt für 8 Monate ins Weltall geschickt wird, um einen mysteriösen Nebel zu untersuchen. Doch noch bevor er diesen überhaupt erreicht, geht alles schief. Seine Frau Lenka ist plötzlich wie vom Erdboden verschwunden,…