Zwei Debütantinnen: Dana von Suffrin mit “OTTO” und Luba Goldberg-Kuznetsova mit “Lubotschka”

Dana von Suffrins Debütroman “Otto” (Kiepenheuer und Witsch) ist einer meiner literarischen Favoriten des vergangenen Jahres. Die Hauptfigur des Romans ist der pensionierte Ingenieur jüdischer Herkunft Otto. Die beiden Töchter Timna und Babi sind nun für sich im fortgeschrittenen Alter befindenden Vater das Zentrum seiner Welt. Ein Familienpatriarch, der seine Töchter schon immer tyrannisiert hat?…

Stadt und Land: „Erinnerung an den Wald“ und „Das Mundstück“

Die Gegenwartsliteratur beschäftigt sich immer mehr mit den Gegensätzen zwischen Stadt- und Landrealitäten. Die aktuellen Land- und Stadtromane schaffen teilweise unterschiedliche Lebenswelten, denen auf den ersten Blick nichts verbindet. Mit den folgenden zwei Rezensionen wollen wir euch zwei Titel vorstellen, die mit dem  Stadt-/Landmotiv spielen. von Annika Grützner Die Welt des Protagonisten von Damir Karakaš…

Der gute Mensch in einer schlechten Welt

Suslins Tragikomödie Golova. Dva Ucha (Ein Kopf. Zwei Ohren, 2017) beruht auf einer wahren Begebenheit, in der Ivan Lašin sich selber spielt und dabei das traurige Schicksal des russischen Gegenwartsmenschen verkörpert. Verwundern sollte es einen nicht, dass der junge Regisseur Vitalij Suslin gerade den Kreis Voronež als Handlungsort für seinen aktuellen Film wählt. Der Regisseur…

Die mystische Suche nach dem Vater: “Der Windreiter” von Renata Šerelytė

„Mir…mir fehlt das Narrativ so sehr…das Narrativ. Wo warst du? Was ist mit dir passiert?“ Renata Šerelytės „Der Windreiter“ ist ein litauischer Roman, der im Zuge der Neuerscheinungen rund um den Gastlandauftritt des Baltikumstaates auf der Leipziger Buchmesse im Wieser Verlag erschien. Die Autorin wurde 1970 in einem litauischen Dorf geboren, lebt heute in Vilnius und…