Die Vergangenheit lässt nicht los: „Kronos Kinder“ von Sergej Lebedew

„Denn der Deutsche war ja nicht nur der Feind […], er war ein nahestehender Feind, fast ein Verwandter, und dabei doch anders, fremd.“ Es ist ein harmloser Ausflug auf den Deutschen Friedhof in Moskau: Wöchentlich begleitet Kirill seine Großmutter Lina zu den Gräbern ihrer russischstämmigen Verwandten. Doch an einem Tag führt sie ihn plötzlich zum…

Tagebuch der Identität: Rodica Draghincescus „Die Fee der Teufel“

Ein Schloss nahe Stuttgart, in dem auch Schiller zeitweilig lebte, eine einsame rumänische Autorin und ein Telefon, das niemals still zu stehen scheint: Rodica Draghincescus „Die Fee der Teufel“ (KLAK Verlag) ist ein turbulenter und teils autobiografischer Tagebuchroman. Es fehlt schwer, das Buch zusammenzufassen, denn hat man erst einmal den Zugang zum Text gefunden (oder…

WERTE VERS KUNST: Das 19. Poesiefestival in Berlin

Das Poesiefestival Berlin lockt jedes Jahr im Mai unzählige Besucher in das Haus für Poesie in der Akademie der Künste. Auch in diesem Jahr präsentierte die Festivalleitung ein buntes Sammelsurium an Versen, Klängen, nahen und fernen Künstler*innen. Wir waren bei zwei Veranstaltungen zu Gast und konnten uns einmal mehr von der wunderbaren Sprache der Poesie…

Autorentipp: Terézia Mora

Terézia Mora gehört zu den erfolgreichsten deutschen Gegenwartsautorinnen und erhielt seit Beginn ihrer Karriere als Schriftstellerin 1998 zahlreiche Literaturpreise, u.a. auch für ihre Übersetzungen aus dem Ungarischen (u.a. Péter Esterházy, Gábor Németh und Péter Zilahy). Die Autorin wurde 1971 im ungarischen Sopron geboren und wuchs zweisprachig auf. Mit dem Studium siedelte sie 1990 nach Berlin über,…